Im Jahr 2025 dürfte kaum einen Artikel zum Thema Supply-Chain geben, ohne einen Kommentar der auf die Volatilität und Unsicherheit des globalen Umfelds hinweist. Vor diesem Hintergrund ist dieser Artikel keine Ausnahme – und das aus gutem Grund: Die volatilen Rahmenbedingungen beeinflussen Tag für Tag eine Vielzahl geschäftskritischer Entscheidungen und dies weltweit.
Globalisierung geht meist einher mit einer zunehmenden Komplexität-, sowie einem Anstieg des Risikopotentials der Lieferketten. Die Folge daraus war für viele Unternehmen ein Paradigmenwechsel: Globale Lieferketten boten Zugang zu neuen Märkten, Ressourcen, Arbeitskräften und Qualität – in einem bislang unvorstellbaren Ausmaß und zu attraktiven Preisen. Doch die Dynamik und Euphorie der Globalisierung haben und hatten ihren Preis.
Hinter der Fassade der neuen Möglichkeiten entstand ein fragiles Geflecht von Abhängigkeiten und Risiken: Viele der neuen Lieferwege waren anfälliger als zuvor und boten wenig Raum für Resilienz. Unternehmen, die diesen Kompromiss bewusst oder unbewusst in Kauf nahmen, ohne die daraus resultierenden Risiken zu erkennen und aktiv einzuplanen, waren auf das, was folgte, nicht vorbereitet.
Die Volatilität und Unsicherheiten der letzten Jahre haben daher zwangsläufig das Thema Risiko-Resilienz direkt in die Vorstandsetagen katapultiert. Risiko ist ins strategische Zentrum der Unternehmengerückt, während wir vor einer grundlegenden Neuordnung des Welthandels stehen, ausgelöst durch Handelskonflikte, politische Spannungen, Protektionismus, Krisen, regulatorischen Druck und wirtschaftliche Instabilität.